2004
Musikalische Uraufführung

THE BEGGAR'S OPERA
(BETTLEROPER / BETTLER'S OPER)

von John Gay
Deutsch von Hans Magnus Enzensberger
Bearbeitung: Markus Baumhaus & Martin Speight

Musik von Martin Speight

Bühne und Kostüme: Elke König
Dramaturgie: Heike Kortenkamp
Wolfgang Borchert Theater Münster

Aufführungstermine

 

 

 

 

 

 



Als sich John Gay im Jahre 1729 einfach die Suhrkamp-Ausgabe der "Dreigroschenoper" kaufte und sie fast wörtlich abschrieb, war es nachgerade ein Theater-Skandal. Die Brecht-Erben nehmen ihm das bis heute übel...

Spaß beiseite: Die Bettleroper (oder eigentlich: Bettler's Oper) ist der Brecht-Fassung in punkto Radikalität, Schärfe und Wahnwitz nicht nur zeitlich um einiges voraus. Sie ist auch auch schneller, böser und komischer.

Und von mindestens so großer politischer Brisanz wie die "Dreigroschenoper". Wer da die Brechtfassung macht, ist wirklich selber schuld.

Die neue Musik stammt von Martin Speight und bewegt sich lustvoll in den geistreichen Untiefen aller möglichen Parodien - von Punk über Schlager bis Musical. Und auch Kurt Weill bleibt da nicht ungeschoren. Das geht gleichermaßen zu Herzen und in die Lachmuskulatur.

Das Stück ist in Münster in einer Bearbeitung von Martin Speight und mir zu sehen. Interessierte Theater können sich gerne mit uns in Verbindung setzen.



   
Manuela Reiser. Hannes Demming, Konrad Haller. Konrad Haller, Joachim Kaiser. Fotos: Christoph Esch


 


Presse:

Das kleine private Wolfgang-Borchert-Theater haut auf den Putz nach allen Regeln der dramatischen Kunst. 

Das kann ja politisch heiter werden und wird es. Zudem inszeniert Markus Baumhaus die Chose kräftig derb, flott und mit Schmackes. 

 

Martin Speight hat neue Songs zu den Enzensberger-Texten geschrieben. Sein Soul- und Musical-Flair geht zu Herzen und ins Blut, macht Laune.

 

Das Ensemble ist scharf wie Peperoni - allen voran die Weiber. Alle platzen fast vor Theaterlust und Spielfreude.

Westfälische Nachrichten

Dieses Sittengemälde der geplagten kleinen Leute böte auch nach knapp 300 Jahren tausend Anlässe zur Aktualisierung - vom Scheidungsrekord bis zu Hartz IV. 

Doch zum Glück widersteht Regisseur Markus Baumhaus, von ein paar spitzen Anspielungen abgesehen. Seine zeitlose Inszenierung ist vor allem Comedy vom feinsten. 

Und die Gesellschaftskritik lauert hinter einer ganzen Ladung böser Parodien...

 




Münstersche Zeitung

 



Speight, Enzensberger und Baumhaus machen ihre Neufassung zum Saison-Hit!

 

Hier ist alles (bis zum Bühnenbild!) reine Parodie.

 

Das Ensemble scheint die "Arbeit" sichtlich zu genießen. Das überträgt sich sofort. Die Stimmung steigt.

 

Hach! Dasselbe nochmal!


Ultimo



Witzig-rotziges Musiktheater!

 

Entsprechend erfrischend die Musik: Funkig, bluesig, soulig. Martin Speight wird sogar der Ballade Herr ohne in den Sacharinbrei der Industrie-Musicals abzurutschen.

Regisseur Markus Baumhaus läßt die Fäden keine Sekunde durchhängen und hält Ensemble und Zuschauern mit Dutzenden von pointierten Einfällen auf Trab: Kein Entrinnen aus dem Strudel der Spielfreude!

GIG




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