LESSINGS PASSION
szenische Lesung aus Briefen von G.E. Lessing und Eva König
von Dieter Hildebrandt

1996
Regie & Ausstattung
Staatstheater Wiesbaden

 


SZENISCHE LESUNG aus den Briefen von Lessing und seiner Frau, Eva König. Dazwischen: Ein buntes Zeitkollorit der Hofchargen. Zusammen eine emotionale Berg- und Talfahrt zwischen Liebe, Trennung, Glück, Intrige, Depression und Lottofieber. - Der Dichterfürst in neuer Sicht und eine der beeindruckensten Frauenfiguren ihrer Zeit.

 


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Gottfried Herbe
Foto: Gandras


Briefe stehen im Mittelpunkt der mit viel Beifall aufgenommenen neuen Wiesbadener Studio-Produktion "Lessings Passion": Das Ganze hat nichts von dem oft Starren einer Lesung an sich. Der sprachlich nuanciert mit Leben erfüllte, mimisch und gestisch akzentuierte Vortrag entwickelt sich förmlich zu einem direkten Dialog.

Ungemein viel erfährt man über die Menschen Lessing und Eva König. Das heißt: Dieser Studio-Abend ist oft auch ungemein unterhaltsam, gerade weil der niedergedrückte Lessing durch Eva mit viel Fingerspitzengefühl aufgebaut wird - und damit auch das Publikum. Behutsam teilt sich das tragische Ende mit, wenn dem Paar nach jahrelangem Warten ein nur so kurzes Glück geschenkt wird. Regisseur Markus Baumhaus vermittelt dies sehr sensibel.

Wiesbadener Tagblatt


Markus Baumhaus setzt auf den Wechsel der Paare, konterkariert die Lebenserfahrungen in den Briefen mit dem Spiel-Auftritt der höfischen Kreise, die sich nicht zufällig auch in Theaterfiguren verwandeln können. Langer Beifall.

Wiesbadener Kurier